Barrique Weine
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Unter Barrique Weine versteht man Weine, die im Barrique Fass ausgebaut wurden. Diese Fässer sind die kleinsten gebräuchlichen Holzfässer, die zur Reifung des Weins verwendet werden. Diese Fässer stammen aus Bordeaux – Bordeaux Weine sind seit jeher eng mit dem Ausbau auf Eiche verbunden. |
Während ein derartiges Barrique Fass in Bordeaux genau 225 Liter fasst, verwendet man im Burgund sogar noch kleinere mit einem Volumen von 205 Liter. Je kleiner das Eichenfass, desto mehr Kontakt zum Holz besteht. Folglich kann der Wein besser atmen und wird stärker von der Eiche beeinflusst wie in größeren Fässern.
Zu beachten ist hierbei, dass sich kleine Fässer nur für phenolreiche Weine eignen. Durch das Atmen – mit anderen Worten durch den Kontakt zum Sauerstoff – oxidiert der Wein. Es kommt zur Polymerisation der Phenole, was bedeutet, dass der Wein harmonischer, weicher und komplexer wird. Er enthält seine einzigartige Struktur, seinen Körper. Die allgemein als schwer bezeichneten Weine benötigen diesen Ausbau, andere, wie zum Beispiel der Pinot Noir aus dem Burgund würden bei zu viel Eiche geradezu ermüden.
Da Eichenfässer maximal dreimal verwendet werden können und besonders die kleinen Barrique Fässer zu einer Verteuerung des Herstellungsprozesses führen, sind Barrique Weine meist relativ teuer.
