Wein Jahrgang

Wein Jahrgang Beim Qualitätswein entscheidet der Wein Jahrgang über Geschmack, Verkauf sowie den erzielbaren Preis. Zwar ist die Weinrebe eine der zähesten, genügsamsten und anpassungsfähigen Pflanzen überhaupt, trotzdem entscheidet neben vielen anderen Faktoren auch das Wetter über die Qualität des Jahrgangs.

Weinreben in der Champagne (-> Champagner) haben Frosthärte entwickelt und in den heißen Anbaugebieten Zentralspaniens überstehen sie sogar 90 Tage ohne Wasserzufuhr. Diese Fähigkeiten verdanken sie ihren Wurzeln, die bis sechs Meter tief in den Boden ragen können.

Die Weinrebe ist die am stärksten zuckersammelnde Obstpflanze der Welt. Sie speichert bis zu 25% vergärbaren Zucker im Traubensaft. Das macht sie zur optimalen Pflanze für die Weinherstellung. Gleichzeitig kann ein zu heißer Sommer dazu führen, dass das Blatt zum Schutz vor der Hitze seine Poren schließt und folglich auch nicht atmen kann. Dies beeinträchtigt die Zuckerproduktion und damit auch die Qualität des daraus erzeugten Weins. Krankheiten und Schädlinge beeinträchtigen die Rebe ebenfalls – vor allem bei starker Düngerabgabe und steigenden Erträgen.

Dem Kellermeister stehen wiederum unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfeinerung (z.B. Ausbau im Barrique Fass) und zur Schönung (z.B. Zugabe von Bentonit, Kohle, Gelatine, Kieselsol…) des Weins zur Verfügung. Hier können Fehler eines Jahrgangs ausgebessert werden, ein schlechter Wein Jahrgang kann jedoch auch nicht mehr zu einem guten gemacht werden.

-> Weine Frankreich

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